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DarkOrbit

Wertung

5,5 / 10

Der Anbieter nennt „DarkOrbit“ ein Browsergame und bietet auf derselben Seite zugleich einen Client zum Herunterladen an. Beide Angaben stimmen, und der Grund dafür liegt in einer Technik, die es nicht mehr gibt. Bis zum Ende der Flash-Zeit lief der Titel ausschließlich im Browserfenster, seit 2020 steht zusätzlich ein Windows-Programm bereit.

DarkOrbit Browsergame Test: Steuere Raumschiffe und entfache intergalaktische Kriege im Actionspiel

Geflogen wird ein Raumschiff im Dienst einer von drei Firmen, die um Rohstoffe kämpfen. Abgeschossen werden außerirdische Gegner und die Schiffe der beiden anderen Firmen, gesteuert wird alles mit der Maus. Hinter dem Weltraum steht Bigpoint aus Hamburg, gestartet ist der Titel im Jahr 2006, die Alterskennzeichnung liegt bei zwölf Jahren.

Genre
Weltraum-Actionspiel
Entwickler / Publisher
Bigpoint, Hamburg
Release
2006
Plattform
Browser, dazu Windows-Client
Sprache
Deutsch
Preis
Kostenlos, Premiumwährung Uridium
Status
Aktiv, Im Browser spielbar, wahlweise auch über einen Windows-Client
Spieler
Drei Firmen je Server, Clans mit eigener Kasse
Altersempfehlung
USK ab 12 Jahren
Website
darkorbit.com
Firmenwechsel
Kostet 5.000 Uridium und die Hälfte aller Ehrenpunkte

Zuletzt aktualisiert am 3. September 2026

Wie aus einem Flash-Spiel ein Spiel mit Client wurde

Zum Start lief DarkOrbit ausschließlich im Browser, technisch auf Basis von Adobe Flash. Diese Grundlage ist verschwunden, weil die Browser die Unterstützung eingestellt haben und der Hersteller die Verteilung des Zusatzprogramms beendet hat.

Die Antwort des Anbieters war ein herunterladbarer Windows-Client, der seither neben der Browserfassung steht. Auf der eigenen Seite wirbt das Spiel weiterhin ausdrücklich als Weltraumspiel für den Browser.

In der Praxis hast du damit die Wahl. Ohne Installation kommst du hinein, mit Installation läuft es unabhängig von Browserfragen. Die Wahl bleibt dir überlassen, beide Wege führen auf dieselben Server.

Die Spielmechanik im Detail

Schnell erklärt und trotzdem nicht banal, so lässt sich der Ablauf zusammenfassen. Fliegen, schießen, einsammeln, aufrüsten, das ist der Kreislauf. Über allem steht dabei die Frage nach dem Uridium, der Premiumwährung dieses Spiels.

Drei Firmen und ein teurer Seitenwechsel

Bei der Anmeldung entscheidest du dich für eine von drei Firmen. Die Mars Mining Operations setzt laut Anbieter auf Kraft und Aggression, Earth Industries Corporation auf die Macht des Geldes, Venus Resources Unlimited auf List. Die Wahl bestimmt, auf welchen Karten du startest.

Ein Wechsel ist möglich, kostet aber. Neben 5.000 Uridium verlierst du die Hälfte deiner Ehrenpunkte, und die sind nach längerer Spielzeit die Währung für deinen Rang. Diese Entscheidung solltest du also am Anfang treffen.

Vom Basic Space Pilot zum General

Ränge zeigen an, wo du stehst. Ganz unten beginnt jeder als Basic Space Pilot, ganz oben steht der General, und den gibt es je Firma nur einmal. Auf einem Server existieren damit genau drei.

Rangpunkte kommen aus mehreren Quellen, aus abgeschossenen Aliens, erledigten Missionen, besiegten Gegnern und aus den Toren. Erfahrungs- und Ehrenpunkte fließen zusätzlich in die Rechnung ein, weshalb sich reines Abschießen allein kaum lohnt.

Schiffe, Ausrüstung und der lange Weg nach oben

Angefangen wird mit einem kleinen Schiff, das anfangs kaum etwas kann und Stück für Stück aufgerüstet wird. Vom wendigen Aufklärer bis zum schwer gepanzerten Kampfkreuzer stehen viele Bauarten offen, jede mit eigener Rolle im Verband.

Genau hier liegt der Haken. Hochwertige Ausrüstung gibt es ausschließlich gegen Uridium, und dieses findet sich im Weltraum nur selten und in kleinen Mengen. Der Spielfortschritt zieht sich dadurch spürbar in die Länge, sobald du ohne Geldeinsatz vorankommen willst.

Das eigentliche Spiel ist ein Tor

Außerhalb von Sonderaktionen dreht sich der Alltag um sogenannte Galaxy Gates. Diese Tore sind das wichtigste Element des ganzen Spiels und funktionieren wie vereinfachte Verliese, in denen Welle für Welle Gegner auftaucht.

Zwei Gründe machen sie unverzichtbar. Etliche Ausrüstungsgegenstände gibt es außer gegen Echtgeld nur dort, und sie bringen deutlich mehr Ehrenpunkte als gewöhnliche Gefechte. Damit hängt auch dein Rang an ihnen.

Repariere und upgrade die Raumschiffe im Hangar

An Samstagen und Sonntagen kommt eine Besonderheit dazu. Dann laufen Aktionen, etwa doppelte Belohnungen aus den Toren oder fünfzig Prozent mehr Ehrenpunkte. Ohne Geldeinsatz planst du deine Woche um diese beiden Tage, alles andere kostet unnötig Zeit.

Kostenlos, mit einer klaren Ansage beim Geld

An diesem Punkt macht das Spiel keinen Hehl aus seinem Modell. Die bestmögliche Ausrüstung lässt sich jederzeit erreichen, indem Uridium mit echtem Geld gekauft wird. Eine Wartezeit gibt es dabei nicht.

Verstärkt wird das durch Sonderaktionen mit Namen wie Mega-Happy-Hour oder Helix Hour, bei denen gekauftes Uridium vervielfacht wird. Der Anreiz zielt damit auf den Moment, nicht auf die gleichmäßige Ausgabe über Monate.

Eine deutsche Verbraucherzentrale hat das Spiel in einer älteren Pressemitteilung ausdrücklich als Beispiel für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen genannt. Der Geschäftsführer hielt dagegen, alles sei auch ohne Geld erspielbar, es dauere nur länger.

Beides stimmt zugleich. Der Weg ohne Geld steht offen, er verlangt allerdings sehr viel Zeit. Der Weg mit Geld kürzt an praktisch jeder Stelle des Spiels ab, von der Ausrüstung bis zum Rang.

Technik, Optik und Community

Seine Herkunft merkt man dem Titel deutlich an. Gespielt wird auf einer zweidimensionalen Fläche mit dreidimensional gezeichneten Schiffen, die Steuerung läuft über Maus und Tastatur und bleibt schnell zu lernen.

Besonders positiv fällt im Test das Tutorial auf. Der Einstieg gehört damit zu den einfachsten dieser Kategorie, was bei einem Spiel dieses Alters alles andere als selbstverständlich ist. Regelwerke muss hier niemand lesen.

Auf der sozialen Seite gibt es Clans mit eigener Kasse. Die Leitung kann festlegen, dass Mitglieder täglich einen Anteil ihres Spielgelds einzahlen, und dieses Geld später gezielt wieder ausschütten.

Ehrlich sein muss man bei den Zahlen. Wegen sinkender Spielerzahlen wurden Länderserver zusammengelegt, für Deutschland blieben von ursprünglich sieben Servern zwei übrig. Firmenübergreifende Clans haben aus demselben Grund Zulauf bekommen.

Wem DarkOrbit liegt und wem nicht

Gedacht ist der Titel für schnelle Runden zwischendurch, ohne Lust auf lange Regelwerke. Anmelden, fliegen, schießen, mehr Vorbereitung braucht es hier tatsächlich nicht. Das unterscheidet ihn von fast allem anderen in dieser Kategorie.

Weniger geeignet ist es bei Anspruch auf Chancengleichheit. Die beste Ausrüstung ist käuflich, und ohne Geld brauchst du für dieselben Ziele deutlich mehr Geduld. Im direkten Duell zählt dieser Unterschied doppelt, denn dort trifft Ausrüstung auf Ausrüstung.

Einsteiger sollten die Firmenwahl ernst nehmen. Ein späterer Wechsel kostet die Hälfte aller Ehrenpunkte, dazu eine Menge Uridium. Ein Blick auf die Startkarten der drei Firmen lohnt sich also vorher.

Stärken und Schwächen von DarkOrbit

Beim Einstieg und beim Tempo überzeugt der Titel auf ganzer Linie, beim Bezahlmodell und bei der Technik zeigt er dagegen deutlich sein Alter.

Diese Punkte machen DarkOrbit interessant:

Das spricht für DarkOrbit:

  • Sofort losfliegen, ohne Einarbeitung in ein Regelwerk
  • Ein Tutorial, das seine Aufgabe wirklich erfüllt
  • Drei Firmen mit eigenen Startkarten und eigener Ausrichtung
  • Zugang wahlweise über den Browser oder den Windows-Client
  • Clans mit gemeinsamer Kasse und geregelten Einzahlungen
  • Wochenendaktionen mit doppelten Belohnungen

Das trübt den Spaß:

  • Beste Ausrüstung jederzeit gegen Echtgeld erhältlich
  • Uridium ist im Spiel selbst nur selten zu finden
  • Eine Verbraucherzentrale hat den Titel öffentlich kritisiert
  • Ein Firmenwechsel kostet die Hälfte aller Ehrenpunkte
  • Länderserver wurden wegen sinkender Spielerzahlen zusammengelegt
  • Der Spielfortschritt gilt laut Test als langwierig

Fazit zum Test von „DarkOrbit“

Fazit DarkOrbit ist der zugänglichste Titel dieser Kategorie und hat zugleich das härteste Bezahlmodell. Anmelden und losfliegen dauert Minuten, das Tutorial hilft ehrlich weiter, und die Steuerung mit der Maus versteht jeder sofort. Die Galaxy Gates geben dem Alltag Struktur und liefern Rang und Ehrenpunkte, an den Wochenenden mit erhöhten Belohnungen.

Bezahlt wird an anderer Stelle, denn die beste Ausrüstung ist jederzeit käuflich und ohne Geld nur mit sehr viel Zeit zu erreichen. Uridium fällt im Spiel nur selten und in kleinen Mengen an, und eine Verbraucherzentrale hat den Titel dafür öffentlich gerügt. Für eine schnelle Runde zwischendurch taugt er trotzdem, für einen fairen Wettbewerb an der Spitze weniger.

5,5
Redaktions-Wertung
von 10 möglichen Punkten
Spieltiefe und Langzeitmotivation6,5
Fairness des Bezahlmodells3,0
Einstieg und Bedienung7,0
Technik, Grafik und Plattformen5,5
Community und Serverleben6,0
Umfang und Abwechslung6,5

Ein schneller Weltraum-Shooter mit vorbildlichem Einstieg, dessen beste Ausrüstung jederzeit käuflich ist und dessen Alltag sich um wiederholbare Tore dreht.