Fussballmanager.de

League of Legends

Wertung

7,4 / 10

Ein Browserspiel ist League of Legends nicht, und dabei fängt der Unterschied erst an. Nötig sind ein eigenes Startprogramm und ein Download im zweistelligen Gigabyte-Bereich. Aus dem Browserfenster kommend solltest du das vorher wissen, denn zwischen Anmeldung und erster Partie liegt hier deutlich mehr als ein Klick.

League of Legends

Gespielt wird ein Champion in einem Team aus fünf Spielern, das die gegnerische Basis erobert. Entwickelt hat den Titel Riot Games, erschienen ist er im Herbst 2009, gespielt wird unter Windows und macOS. Dass er nach so vielen Jahren noch läuft, hebt ihn von fast allen Titeln dieses Vergleichs ab.

Genre
MOBA, fünf gegen fünf
Entwickler / Publisher
Riot Games
Release
27. Oktober 2009
Plattform
Windows und macOS, Download-Client nötig
Sprache
Deutsch
Preis
Kostenlos, Verkauf rein kosmetischer Gegenstände
Status
Aktiv
Spieler
Partien mit 5 gegen 5, eigener Wettkampfbetrieb
Altersempfehlung
Keine deutsche Alterskennzeichnung auffindbar
Kein Browserspiel
Start nur über den Riot Client, Installation im zweistelligen Gigabyte-Bereich

Zuletzt aktualisiert am 3. September 2026

Fünf gegen fünf und ein Nexus

Das Ziel ist in einem Satz erklärt. Zwei Mannschaften mit je fünf Spielern treten auf der Karte Summoner’s Rift an, und gewonnen hat, wer den Nexus der Gegenseite zerstört. Alles andere dient diesem einen Zweck.

Jeder steuert dabei eine eigene Figur. Champions heißen sie, jeder von ihnen bringt eigene Fähigkeiten mit, und im Verlauf einer Partie sammelst du Erfahrung und Gold, um stärker zu werden.

Bemerkenswert ist der Umfang dieser Auswahl. Mehr als 170 Champions stehen zur Verfügung, und regelmäßig kommen neue dazu. Zwei Partien mit derselben Aufstellung erlebst du deshalb selten.

Die Spielmechanik im Detail

Jede Partie beginnt bei null. Erfahrung und Gold aus dem letzten Spiel nimmst du nicht mit, weshalb sich hier alles innerhalb einer einzigen Runde entscheidet und nicht über Wochen des Ausbaus.

Warum jede Partie von vorn beginnt

Genau darin unterscheidet sich der Titel von den Aufbauspielen dieser Kategorie. Es gibt keine Festung, kein Lager und keine Vorräte, die über Nacht wachsen. Was zählt, ist die Leistung in der laufenden Partie.

Für Berufstätige hat das einen Vorteil. Niemand plündert dein Konto, während du schläfst, und eine Pause von zwei Wochen kostet dich nichts als Übung. Das gilt in dieser Liste für kaum einen anderen Titel.

Neun Ränge und was sie bedeuten

Wettbewerb entsteht über das Rangsystem. Es reicht von Eisen über Bronze, Silber, Gold, Platin und Diamant bis hinauf zu Meister, Großmeister und Challenger, und jede Stufe verlangt Siege gegen Gegner desselben Niveaus.

Damit bekommt der Aufstieg eine klare Richtung. Deine Einordnung hängt allein an deinen Ergebnissen, was den Titel von Spielen unterscheidet, in denen Wartezeit oder Geldeinsatz über den Platz in der Rangliste entscheiden.

Skins, die nur das Aussehen ändern

Beim Bezahlmodell setzt Riot Games auf eine klare Linie. Verkauft werden kosmetische Gegenstände, vor allem Skins, die das Aussehen eines Champions verändern und an seinen Werten nichts ändern.

Im Vergleich mit den übrigen Titeln ist das die Ausnahme. Kein Gegenstand macht dich stärker, keine Währung kürzt eine Wartezeit ab, und ein zahlender Gegner trifft dich mit denselben Zahlen wie ein sparsamer.

Wie gut das Modell trägt, zeigt die Zahlungsbereitschaft der Spielerschaft. Nur etwa jeder fünfundzwanzigste Spieler gibt hier überhaupt Geld aus, und trotzdem finanziert dieses Modell bis heute einen weltweiten Wettkampfbetrieb mit eigenen Ligen.

Der raue Ton in den Partien

Ein Punkt gehört ehrlich benannt. In einer Umfrage der Anti-Defamation League gaben 76 Prozent der Befragten an, im Spiel belästigt worden zu sein, womit der Titel zu den auffälligsten seines Genres gehört.

Der Anbieter arbeitet dagegen an. Systeme gegen dieses Verhalten sind eingeführt, Meldungen führen zu Sanktionen, und der Chat lässt sich einschränken. Aus der Welt geschafft ist das Grundproblem damit allerdings nicht.

Für Eltern zählt dieser Punkt mehr als jeder andere. Eine deutsche Alterskennzeichnung ließ sich für den Titel nicht finden, die Prüfstelle führt lediglich Ableger. Der Ton in den Partien wiegt hier schwerer als die dargestellte Gewalt.

Technik, Optik und Community

Vorbereitung verlangt schon der Zugang. Ein eigenes Startprogramm lädt das Spiel herunter und hält es aktuell, und die Installation belegt zweistellige Gigabyte auf der Festplatte. Ein Browserfenster genügt hier an keiner Stelle.

Dafür läuft der Titel auf beiden großen Systemen. Neben Windows gibt es eine Fassung für macOS, die einige Jahre nach dem Start dazukam. Mobile Ableger führt derselbe Anbieter unter eigenen Namen.

Screenshot 2 im Eis Dungeon von League of Legends

Der Wettkampfbetrieb ist der größte der Welt. Regionale Ligen und jährliche Weltmeisterschaften gehören dazu, die Weltmeisterschaft 2019 erreichte über hundert Millionen Zuschauer. Ein Browserspiel dieser Liste kommt dem nicht nahe.

Für Zuschauer ist das ein eigener Zugang. Auch ohne selbst zu spielen findest du Übertragungen, Analysen und ganze Ligen, was diesem Titel eine Reichweite verschafft, die weit über die eigene Spielerschaft hinausreicht.

Wem League of Legends liegt und wem nicht

Wettkampf ist hier das ganze Programm. Zum Messen des eigenen Fortschritts liefern die Ränge eine ehrliche Antwort, die weder von der eingesetzten Zeit noch vom Geldbeutel abhängt.

Abschreckend ist der Einstieg. Mehr als 170 Champions, dazu Rollen, Gegenstände und Regeln, die niemand nebenbei lernt, machen die ersten Wochen zu einer echten Hürde und kosten einige verlorene Partien.

Empfindliche sollten den Umgangston kennen. Drei von vier Spielern haben laut Umfrage Belästigung erlebt, weshalb sich eine feste Gruppe oder ein abgeschalteter Chat für viele als bessere Lösung erweist.

Stärken und Schwächen von League of Legends

Fairness und Tiefe bleiben in diesem Vergleich unerreicht, Einstieg und Umgangston ziehen die Wertung nach unten.

Diese Punkte machen League of Legends interessant:

Das spricht für League of Legends:

  • Verkauft werden nur kosmetische Gegenstände ohne Spielvorteil
  • Mehr als 170 Champions, regelmäßig kommen neue dazu
  • Neunstufiges Rangsystem, das allein an Ergebnissen hängt
  • Jede Partie beginnt bei null, Pausen kosten keinen Fortschritt
  • Größter Wettkampfbetrieb der Welt mit eigenen Ligen
  • Läuft unter Windows und macOS und wird seit 2009 gepflegt

Das trübt den Spaß:

  • Kein Browserzugang, der Download belegt zweistellige Gigabyte
  • 76 Prozent der Spieler haben laut Umfrage Belästigung erlebt
  • Der Einstieg verlangt Wochen, bevor Partien Spaß machen
  • Keine deutsche Alterskennzeichnung auffindbar
  • Auf Telefon und Tablet läuft dieser Titel nicht
  • Ohne feste Gruppe entscheidet der Zufall über deine Mitspieler

Fazit zum Test von „League of Legends“

Fazit zum Spiele-Test von League of Legends Beim Bezahlmodell macht dieser Titel alles richtig, was die übrige Liste falsch macht. Verkauft wird ausschließlich Aussehen, kein Gegenstand verschiebt Werte, keine Währung kürzt Wartezeiten ab. Dazu kommen mehr als 170 Champions und ein Rangsystem, das allein deine Ergebnisse abbildet, was diesem Spiel seit 2009 eine Ernsthaftigkeit gibt, die kein Browserspiel erreicht.

Bezahlt wird an zwei anderen Stellen. Der Einstieg ist steil und der Umgangston rau, mit drei von vier Spielern, die laut Umfrage Belästigung erlebt haben. Dazu kommt der Download, der diesen Titel aus der Browsergame-Kategorie herausfallen lässt. Für alle, die echten Wettbewerb suchen und die ersten Wochen durchhalten, gibt es kaum eine bessere Adresse.

7,4
Redaktions-Wertung
von 10 möglichen Punkten
Spieltiefe und Langzeitmotivation9,0
Fairness des Bezahlmodells8,5
Einstieg und Bedienung4,5
Technik, Grafik und Plattformen6,0
Community und Serverleben5,0
Umfang und Abwechslung9,0

Das fairste Bezahlmodell im ganzen Vergleich, verpackt in ein Spiel mit steilem Einstieg, rauem Ton und einem Download, der jedes Browserfenster sprengt.