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My Little Farmies

Wertung

6,5 / 10

Zwei Wochen Urlaub, und wer kümmert sich um den Hof? My Little Farmies gibt darauf eine Antwort, wie sie sonst kein getesteter Titel bietet. Ein anderer Spieler übernimmt deinen Account, offiziell eingerichtet über die Kontoeinstellungen beim Anbieter. Beide Seiten brauchen dafür ein Konto bei upjers, und die Vertretung gilt für alle Spiele, die dort verknüpft sind.

My Little Farmies Browsergame Test: Bauernhof Simulation für den Browser und als App

Gespielt wird ein Dorf im Mittelalter, mit Mühle, Bäckerei, Molkerei und Winzer. Angebaut, gezüchtet, verarbeitet und verkauft wird alles selbst, vom Weizenkorn bis zur fertigen Hochzeitstorte. Das Ganze läuft im Browserfenster ohne jede Installation, unterwegs übernehmen Apps mit demselben Spielstand. Herausgeber ist upjers aus Bamberg.

Genre
Aufbau- und Wirtschaftssimulation im Mittelalter
Entwickler / Publisher
upjers GmbH, Bamberg
Plattform
Browser ohne Download, Android, iOS
Sprache
Deutsch
Preis
Kostenlos, mit Premiumwährung
Status
Aktiv
Spieler
Hanse als Zusammenschluss, Turmbau in Fünfergruppen
Altersempfehlung
Keine USK-Einstufung
Urlaubsvertretung
Ein anderer Spieler kann den Hof offiziell weiterführen

Zuletzt aktualisiert am 10. September 2026

Eine Hochzeit als erster Auftrag

Der Einstieg kommt nicht als Lehrstunde daher. Im Dorf steht eine Hochzeit an, und dafür brauchst du Brot, Torten und Wein. Aus diesem einen Anlass ergibt sich der ganze Aufbau, denn keines dieser Dinge liegt einfach herum.

Für das Brot säst du Weizen, mahlst ihn in der Mühle zu Mehl und backst daraus in der Bäckerei. Für die Torte kommen Eier von den Hühnern und Sahne aus der Molkerei dazu, für den Wein Trauben und ein Winzer.

Damit ist die Grundidee erklärt. Nichts wird gekauft, alles wird hergestellt, und jede Stufe der Kette braucht ihr eigenes Gebäude. Das Dorf wächst folglich mit den Aufträgen, die es zu erfüllen gilt.

Die Spielmechanik im Detail

Eine Wirtschaftssimulation im Dorfmaßstab, das ist der Kern. Angebaut, verarbeitet, verkauft, und an drei Stellen entscheidest du selbst, beim Aufbau der Ketten, beim Käufer und bei der Gestaltung.

Wer deine Waren kauft, entscheidest du

Verkauft wird hier nicht an ein anonymes System. Kunden kommen ins Dorf und fragen nach bestimmten Waren, daneben stehen ein Großhändler und ein fahrender Händler zur Auswahl. Alle drei zahlen unterschiedlich gut für dieselbe Ware.

Genau daraus entsteht die Rechenaufgabe. Beide Händler zahlen unterschiedlich gut, und wer den besseren Abnehmer kennt, verdient an derselben Ware mehr. Sofort verkaufen ist deshalb selten die beste Wahl.

Alte Rassen und was sie liefern

Bei den Tieren setzt das Spiel auf traditionelle Rassen. Genannt werden unter anderem das Mangalica-Schwein und das Wollhuhn, dazu kommen gewöhnliche Hühner und Kühe für Eier und Milch. Jede Art hat dabei ihren eigenen Zweck.

Jede Tierart braucht ihren Platz im Gatter und liefert einen anderen Rohstoff. Ohne Tiere bleiben ganze Ketten geschlossen, denn Sahne, Eier und Wolle lassen sich nicht anbauen.

Hanse, Turmbau und Reiseregionen

Mit steigender Stufe öffnen sich Zusatzfunktionen. Eine Hanse lässt sich gründen, also ein Zusammenschluss mehrerer Spieler. In den Reiseregionen wachsen Pflanzen, die es zu Hause nicht gibt, was den Anbau deutlich erweitert.

Am ungewöhnlichsten ist der Turmbau. Fünf zufällig zusammengestellte Spieler treten als Gruppe an und bauen über Warenabgaben um die Wette. Die Anmeldung läuft montags, gestartet wird mittwochs, gewertet nach einer Woche.

Bemerkenswert daran ist die Zusammenstellung. Über deine Gruppe entscheidet allein der Zufall, weder der Freundeskreis noch die Hanse haben Einfluss darauf. Immerhin lässt sich der Schwierigkeitsgrad bis zum Start noch wechseln.

Leichter Einstieg, früh schwere Aufgaben

Zwei Beobachtungen aus dem Test scheinen sich auf den ersten Blick zu widersprechen. Auf der Habenseite steht der ausgesprochen leichte Einstieg, dagegen steht, dass die Aufgaben schon früh sehr schwer werden.

Gründe eine Farm in der Bauernhof Simulation My Little Farmies

Beides stimmt, und der Grund liegt in der Bauart des Spiels. Die ersten Schritte führen dich an der Hand durch Aussaat und Ernte, was tatsächlich in wenigen Minuten erledigt ist und niemanden überfordert.

Die Aufträge ziehen danach schnell an. Verlangt werden bald Waren aus mehrstufigen Ketten, und beim reinen Säen und Ernten stehst du plötzlich vor Anforderungen, für die dir drei Gebäude fehlen. Dieser Sprung kommt früher als erwartet.

Wartezeiten, die sich auch ohne Geld kürzen lassen

Wie in jedem Spiel dieser Art wartest du auf Wachstum und Produktion. Die langen Prozesse fallen im Test deutlich auf die Sollseite, im selben Atemzug zeigt sich allerdings auch ein handfester Vorteil dieses Titels.

Wartezeiten lassen sich hier nämlich teilweise auch ohne Premiumwährung verkürzen. Von den härteren Vertretern dieser Kategorie hebt sich der Titel damit ab, denn dort läuft die Uhr ausschließlich gegen Geld schneller.

Ganz ohne Bezahlangebot geht es trotzdem nicht. Neben der Spielwährung führt der Hof eine Premiumwährung, und die steckt nach Angaben des Anbieters in Dekorationen, besonderen Funktionen und in der Beschleunigung des Spielablaufs. Erspielen lässt sie sich nur in begrenztem Umfang, umwandeln in Spielwährung dagegen jederzeit.

Technik, Optik und Community

Unkompliziert ist der Weg ins Spiel. Ein kostenloses Konto beim Anbieter genügt, danach läuft alles im Browserfenster. Für unterwegs gibt es zusätzlich Apps für Android- und Apple-Geräte, mit demselben Spielstand.

Optisch gehört der Titel zu den hübschesten dieser Kategorie. Animierte Arbeiter beleben den Comic-Stil an jeder Ecke, dazu kommen Dekorationsgegenstände in großer Zahl und viele kleine Details, die dem Dorf sichtbar Leben geben.

Gestalten darfst du dabei sehr frei. Wo die Felder liegen, wo die Gatter stehen, wo Wald aufgeforstet wird, all das bestimmst du selbst. Zwei Dörfer sehen deshalb selten gleich aus, was in dieser Kategorie eher die Ausnahme ist.

Sozial läuft es über Hanse und Turmbau. Dazu kommt die Vertretungsregel, mit der ein anderes Konto deinen Hof zeitweise weiterführt. Beide Seiten brauchen dafür ein Konto beim Anbieter.

Wem My Little Farmies liegt und wem nicht

Freunde von Produktionsketten und schönen Bildern sind hier genau richtig. Planen, sortieren und dekorieren bestimmen den Alltag, angegriffen wird dabei niemand. Ein gut geplantes Dorf trägt so über viele Monate.

Schwer tun sich alle, die einen Auftrag gern in einer einzigen Sitzung abschließen. Die Prozesse laufen lang, und die Anforderungen steigen deutlich früher, als der leichte Anfang vermuten lässt.

Für Urlauber lohnt der Blick auf die Vertretungsregel. Eingerichtet wird sie über die Kontoeinstellungen, und sie verhindert, dass zwei Wochen Abwesenheit den mühsam aufgebauten Fortschritt ausbremsen. Vertrauen zur Vertretung gehört dazu.

Stärken und Schwächen von My Little Farmies

Bei Optik und Fairness steht der Titel gut da, beim Tempo und beim Anspruchssprung weniger.

Diese Punkte machen My Little Farmies interessant:

Das spricht für My Little Farmies:

  • Mehrstufige Produktionsketten vom Weizen bis zur Hochzeitstorte
  • Zwei Händler mit unterschiedlichen Preisen für dieselbe Ware
  • Offizielle Accountvertretung für die Urlaubszeit
  • Turmbau als wöchentlicher Wettbewerb in zufälligen Fünfergruppen
  • Ohne Download im Browser, dazu Apps für Android- und Apple-Geräte
  • Wartezeiten lassen sich laut Test teilweise ohne Premiumwährung kürzen

Das trübt den Spaß:

  • Viele Prozesse dauern laut Test sehr lange
  • Die Aufträge werden früh anspruchsvoll
  • Die Premiumwährung lässt sich nur in begrenztem Umfang erspielen
  • Ohne Tiere bleiben ganze Produktionsketten geschlossen
  • Im Turmbau hängt das Ergebnis auch an fremden Gruppenmitgliedern
  • Ein Releasejahr nennt der Anbieter nirgends

Fazit zum Test von „My Little Farmies“

Fazit zum Browsergame Test von My Little Farmies My Little Farmies ist das freundlichste Wirtschaftsspiel im Feld und dabei erstaunlich fair. Die Ketten vom Weizen bis zur Torte haben echte Substanz, und die Darstellung zählt zu den hübschesten überhaupt. Dass sich Wartezeiten laut Test teilweise auch ohne Premiumwährung kürzen lassen, ist eine echte Seltenheit.

Am Ende bleibt ein Punkt hängen, den kein anderer Anbieter so löst. Die Vertretungsregel nimmt der Urlaubsfrage ihren Schrecken. Geduld braucht es dennoch, mehr davon, als der leichte Anfang verspricht. Freude am Planen, Sortieren und Dekorieren vorausgesetzt, trägt dieses Dorf über viele Monate. Für alle, die einen Auftrag gern in einer einzigen Sitzung abschließen, ist es die falsche Adresse.

6,5
Redaktions-Wertung
von 10 möglichen Punkten
Spieltiefe und Langzeitmotivation6,5
Fairness des Bezahlmodells6,0
Einstieg und Bedienung6,0
Technik, Grafik und Plattformen7,5
Community und Serverleben6,0
Umfang und Abwechslung7,0

Ein liebevoll gezeichnetes Mittelalterdorf mit echten Produktionsketten, dessen Anbieter als Einziger eine offizielle Vertretung für die Urlaubszeit vorsieht.