Pirates of the Caribbean: Tides of War
Wertung
7 / 10
Ausgerechnet der Anbieter mit den härtesten Bezahlmodellen dieser Liste legt hier das mildeste vor. Im Test zeigt sich ein Modell, das großzügig und frei von aggressivem Kaufdruck bleibt, und „Pirates of the Caribbean: Tides of War“ lässt sich tatsächlich vollständig kostenlos spielen. Für ein Haus, dessen Weltraum- und Piratenspiele genau dafür kritisiert werden, ist das eine Überraschung.
Gespielt wird ein Kapitän in der Karibik, mit Festung, Flotte und einer Mannschaft berüchtigter Seeräuber. Die Fußzeile der Spielseite nennt Bigpoint und Disney als Rechteinhaber, es handelt sich also um eine offizielle Umsetzung der Fluch der Karibik Filmreihe. Gestartet wird nach kurzer Anmeldung im Browserfenster, angeboten werden acht Sprachfassungen und ein eigener Discord-Zugang für den Austausch.
- Genre
- Strategiespiel nach der Filmreihe
- Entwickler / Publisher
- Bigpoint, Lizenz von Disney
- Plattform
- Browser, ohne Installation
- Sprache
- Deutsch, acht Sprachfassungen
- Preis
- Kostenlos, mit Abo-Angebot
- Status
- Aktiv
- Spieler
- Allianzen mit Notruf, Seeungeheuer und Hafenstädte
- Altersempfehlung
- Empfehlung ab 12 Jahren
- Website
- potc.bigpoint.com
- Flotte
- Vierzehn Schiffsklassen, dazu legendäre Schiffe aus den Filmen
Zuletzt aktualisiert am 3. September 2026
Jack Sparrow, Barbossa und die Black Pearl
Die Lizenz ist mehr als ein Aufkleber. Jack Sparrow, Will Turner und Captain Barbossa treten hier auf, und der Story-Modus schickt dich mit eigenen Aufträgen in ihre Welt.
Sogar die Schiffe entstammen der Filme. Legendäre Segler lassen sich steuern, die Black Pearl eingeschlossen, was in einem Browserspiel selten vorkommt. Lizenzen dieser Größe landen meist in teuren Konsolenspielen.
Ein Haken bleibt trotzdem. Verfügbar ist nur ein Teil der Geschichte um Captain Jack, der Rest steht bis heute aus und lässt entsprechend auf sich warten. Für alle, die wegen der Handlung kommen, gehört das auf den Tisch.
Die Spielmechanik im Detail
In der Karibik halten dich Versteck, Flotte und Allianz beschäftigt. Alle drei füttern sich aus derselben Quelle, nämlich aus dem, was du anderen abnimmst, und genau daraus entsteht der Kreislauf dieses Spiels.
Die Festung als Zentrum
Dein Piratenversteck ist Werkstatt, Lager und Schutzraum in einem. Dort stellst du deine Flotte zusammen, treibst Handel und schmiedest deine eigene Ausrüstung, was den Ort zum Dreh- und Angelpunkt jeder Sitzung macht.
Geplünderte Rohstoffe fließen in zwei Richtungen. Sie erweitern dein Territorium und verbessern deine Schiffe, gleichzeitig musst du einen Teil in die Verteidigung stecken. Beute weckt nämlich Begehrlichkeiten, und andere Kapitäne sehen deine Vorräte genauso gern wie du.
Vierzehn Schiffsklassen
Die Flotte ist erstaunlich fein gestaffelt. Vierzehn Schiffsklassen stehen zur Auswahl, und jede davon hat ihren eigenen Zweck im Verband, vom schnellen Späher bis zum schwer bewaffneten Begleitschiff.
Aufgerüstet wird mit dem, was die Fahrt einbringt. Verbesserte Schiffe halten mehr aus und schlagen härter zu, wodurch sich der Kreislauf aus Beute und Ausbau immer weiterdreht und jede Ausfahrt lohnender wird.
Allianzen, Seeungeheuer und Hafenstädte
Allein bleibt die Karibik überschaubar. Einer Allianz beizutreten oder eine eigene zu gründen öffnet dagegen zwei Türen, die Jagd auf Seeungeheuer und den Sturm auf Hafenstädte, und beides lässt sich nicht im Alleingang stemmen.
Praktisch ist außerdem der Notruf. Gerätst du in Bedrängnis, lässt sich Unterstützung anfordern, was Angriffe anderer Spieler deutlich weniger bedrohlich macht als in vergleichbaren Titeln ohne diese Möglichkeit.
Deine Gegner sind dabei nicht nur Mitspieler. Auch die Hafenstädte und Kolonien der Ostindien-Kompanie warten auf Besuch, und diese Ziele wehren sich ohne jede Rücksicht darauf, ob du gerade Zeit hast.
Ein Bezahlmodell, das aus dem Rahmen fällt
Beim Geld lohnt der Vergleich mit den Geschwistertiteln. Andere Spiele desselben Hauses stellen ihre besten Gegenstände hinter die Premiumwährung, dieser Titel fällt dagegen durch auffällige Zurückhaltung auf.
Bestätigt hat sich dieser Eindruck im Test. Das kostenlose Angebot fällt großzügig aus, aggressiver Kaufdruck bleibt an jeder Stelle aus, und der Titel lässt sich vollständig ohne eine einzige Zahlung durchspielen.
Ein Bezahlangebot gibt es trotzdem. Die Spielseite bietet die Möglichkeit, ein Abo zu kündigen, ein laufendes Angebot existiert also. Wie dieses Abo aussieht und was die Premiumwährung kostet, steht öffentlich nirgends.
Was Eltern wissen sollten
Aus dem Test heraus empfehlen wir den Titel ab zwölf Jahren. Kämpfen, Trinken, Glücksspiel und das Bestehlen von Handelsschiffen gehören hier zum Alltag, allesamt Themen, die schon zur Filmvorlage gehören und hier nicht verharmlost werden.
Der zweite Punkt betrifft den Austausch. Im Allianz-Chat treffen Spieler aus aller Welt aufeinander, und dabei tauchen unangemessene Sprache und ebensolche Themen durchaus auf.
Für Familien ist das die wichtigere Information. Die Piratenromantik selbst bleibt harmlos, der offene Chat mit Fremden verlangt dagegen ein Auge. Ganz abschalten lässt er sich nicht, ohne die Allianz aufzugeben.
Technik, Optik und Community
Einfach gehalten ist der Zugang. Eine kurze Anmeldung genügt, danach läuft das Spiel im Browserfenster, und ein Download entfällt vollständig. Für den Einstieg reicht damit jeder gewöhnliche Rechner.
Beim Einstieg selbst fallen im Test die Tutorials besonders angenehm auf. Sie führen schrittweise in jede neue Tätigkeit ein, vom Ausbau der Gebäude über das Herstellen von Ausrüstung bis zur Jagd auf Ungeheuer.
Sprachlich ist der Titel breit aufgestellt. Acht Fassungen stehen bereit, neben Deutsch und Englisch auch Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Türkisch und Polnisch, was für ein Browserspiel dieser Größe ordentlich ist.
Das Miteinander läuft über Allianz und Discord. Der Anbieter verlinkt dafür einen eigenen Discord-Zugang, worüber sich Verabredungen und Fragen deutlich schneller klären lassen als über ein klassisches Forum.
Wem der Titel liegt und wem nicht
Fans der Filme bekommen hier genau das, was sie erwarten. Bekannte Figuren, bekannte Schiffe und eine Karibik nach dem Vorbild der Vorlage, dazu ein Einstieg, der ohne Kaufzwang auskommt.
Enttäuschung droht bei hohen Ansprüchen an die Handlung. Nur ein Teil der Geschichte ist verfügbar, weshalb der Story-Modus eher ein Bonus bleibt als der eigentliche Grund für viele Stunden am Bildschirm.
Familien sollten den Chat im Blick behalten. Zwölf Jahre lautet unsere Empfehlung für diesen Titel, und die Themen der Filmreihe von Glücksspiel bis Diebstahl bringt das Spiel mit.
Stärken und Schwächen von Pirates of the Caribbean
Lizenz und Fairness sind hier die starken Seiten, die halbe Handlung bleibt die schwache.
Diese Punkte machen Pirates of the Caribbean interessant:
Das spricht für Pirates of the Caribbean:
- Offizielle Umsetzung mit Jack Sparrow, Barbossa und der Black Pearl
- Im Test vollständig kostenlos spielbar
- Tutorials, die schrittweise in jede neue Tätigkeit einführen
- Vierzehn Schiffsklassen für die eigene Flotte
- Allianzen mit Notruf, Seeungeheuerjagd und Angriffen auf Hafenstädte
- Acht Sprachfassungen und ein eigener Discord-Zugang
Das trübt den Spaß:
- Nur ein Teil der Geschichte um Captain Jack ist verfügbar
- Der Allianz-Chat kann unangemessene Inhalte enthalten
- Trinken, Glücksspiel und Diebstahl gehören zum Thema
- Eine öffentliche Aufstellung der Premiumwährung fehlt
- Beute weckt Begehrlichkeiten, Verteidigung kostet ständig Rohstoffe
- Ohne Allianz bleibt ein guter Teil der Inhalte zu
Fazit zum Test von „Pirates of the Caribbean“
Der Preis dafür ist eine halbe Geschichte. Nur ein Teil der Handlung um Captain Jack steht bereit, weshalb der Story-Modus als Zugabe funktioniert und nicht als Hauptgericht. Für Freunde der Filmreihe, die eine Festung ausbauen und mit einer Allianz Hafenstädte stürmen wollen, ist das trotzdem eine der angenehmsten Adressen im ganzen Feld.
Eine offizielle Karibik mit bekannten Gesichtern, die als eine der wenigen Adressen dieses Anbieters ohne spürbaren Kaufdruck auskommt.