Zoo 2: Animal Park
Wertung
6,8 / 10
Ein Panda aus dem Laden bleibt für immer ein Anfängertier. Jedes gekaufte Tier „Zoo 2: Animal Park“ startet auf Stufe eins, und daran ändert auch der dickste Geldbeutel nichts. Bessere Tiere entstehen ausschließlich im eigenen Zuchtzentrum, eine Stufe nach der anderen. Für einen wirklich starken Zoo brauchst du deshalb Generationen statt Einkäufe.
Gespielt wird ein geerbter Tierpark, den du vor der Schließung rettest. Gehege säubern, füttern, bespaßen, Besucher anlocken und den Park Stück für Stück erweitern, darum dreht sich der Alltag. Entwickelt hat das Ganze upjers in Bamberg, gespielt wird im Browserfenster oder über die Apps, wobei ein Portalkonto den Spielstand zwischen den Geräten hält.
- Genre
- Zoo-Aufbauspiel mit Tierzucht
- Entwickler / Publisher
- upjers GmbH, Bamberg
- Plattform
- Browser ohne Download, Android, iOS
- Sprache
- Deutsch
- Preis
- Kostenlos, mit Season Pass und Energie
- Status
- Aktiv
- Spieler
- Clubs mit Wettbewerben, tägliche Freundeshilfe
- Altersempfehlung
- Keine USK-Einstufung
- Website
- zoo2animalpark.upjers.com
- Regionen
- Acht Regionen vom Terrarium ab Stufe 30 bis zur Auffangstation ab Stufe 100
Zuletzt aktualisiert am 10. September 2026
Tante Trude, der Bürgermeister und 48 Stunden
Die Rahmenhandlung von „Zoo 2: Animal Park“ sitzt sofort. Deine Tante ist gestorben und hat dir ihren kleinen Tierpark hinterlassen, um den sie sich zeitlebens gekümmert hat. Der Bürgermeister räumt dir 48 Stunden ein, danach wird das Gelände verkauft, denn begehrt ist die Lage allemal.
Damit ist der Einstieg erklärt, ohne dass ein Lehrtext nötig wäre. Du fegst Wege, fütterst die Tiere und lockst die ersten Besucher an, weil die Uhr läuft. Aufgaben und Handlung fallen an dieser Stelle zusammen.
Nach der ersten Rettungsaktion wird aus der Pflichtübung ein Aufbauspiel. Neue Gehege, neue Arten, neue Flächen, und aus dem geerbten Streichelzoo wird ein Freizeitziel. Die Geschichte läuft dabei über Quests weiter.
Die Spielmechanik im Detail
In diesem Park greifen drei Systeme ineinander, und keines davon lässt sich einfach überspringen: die Zucht, der Platz im Gehege und die Besucherzahl. Alle drei sind ungewöhnlich streng geregelt.
Die Zuchtleiter, Stufe für Stufe
Alle Tiere aus dem Laden und aus Belohnungen tragen Stufe eins. Höhere Stufen gibt es nirgends zu kaufen, sie entstehen nur aus Nachwuchs. Zwei Elterntiere der Stufe eins geben dir eine Chance auf ein Jungtier der Stufe zwei, zwei Zweier eine Chance auf Stufe drei.
Vorbereitung gehört dazu. Ein Zuchtzentrum muss stehen, und im Gehege braucht es einen Stall, der bis zu einer bestimmten Ausbaustufe hochgezogen wurde. Erst dann machen es sich die Tiere darin gemütlich.
Bei den Farben wird es zur Glückssache. Jedes Tier trägt eigene Erbanlagen, weshalb besondere Fell- und Federfarben unterschiedlich wahrscheinlich sind. Der Anbieter räumt in seiner Hilfe selbst ein, dass das ziemlich schwierig werden kann.
Platz, Kauflimit und was ins Gehege passt
Jede Art belegt eine andere Fläche. Ein Pferd verbraucht vierundsechzig Platz, ein Hase nur zweiunddreißig, und im Laden stehen neben dem Preis auch Beliebtheit und Zuchtwahrscheinlichkeit. Die Gehegeplanung wird damit zur Rechenaufgabe.
Dazu kommt eine Bremse, die man selten sieht. Fast alles im Laden hat eine Höchstzahl, die du erwerben darfst, und diese Grenze wächst mit deiner Stufe. Umgehen lässt sie sich nur über gesammelte Kartenteile.
Besucher, die auf Pflege reagieren
Die Besucherzahl ist keine Deko. Sie fällt, sobald Tiere unglücklich sind oder Pflanzen Wasser brauchen, und sie steigt wieder, sobald du dich kümmerst. Vernachlässigung schlägt hier unmittelbar durch, ohne Umweg über eine Zufriedenheitsanzeige.
Geld geben die Gäste außerdem nur aus, wenn genug Verkaufsstände und Dekorationen bereitstehen. Dazu äußern sie wechselnde Wünsche, die sich erfüllen lassen. Ein hübscher Zoo ist hier also auch ein einträglicher.
Acht Regionen und ein halbes Level
Der Ausbau folgt einem festen Fahrplan. Das Terrarium öffnet ab Stufe 30, der Kujali Park ab 40, das Aquarium ab 50, der Polar Park ab 55. Danach kommt der Tannenhain ab Stufe 61,5, was so kurios klingt, wie es dasteht.
Weiter geht es mit dem Freiwasser ab Stufe 70 und dem Noctarium ab Stufe 80. Jede Region bringt eigene Tiere und eigene Bauten mit, weshalb der Aufstieg über sehr lange Zeit ein Ziel behält.
Am Ende der Leiter steht die Auffangstation ab Stufe 100. Dort nimmst du kranke und verletzte Tiere auf und pflegst sie über eigene Gehegeaufgaben gesund. Geheilte Tiere lassen sich auswildern oder in den Hauptzoo holen, das Auswildern bringt besonders viele Erfahrungspunkte.
Season Pass, Energie und was Geld hier kann
Ab Stufe 6 läuft der Season Pass, ein Belohnungspfad über jeweils zwei Monate. Punkte sammelst du über Wochenaufgaben, die donnerstags mittags wechseln, und über ein Quiz, bei dem täglich bis zu fünf richtige Antworten zählen.
Kostenpflichtig sind zwei Ausbaustufen dieses Pfades. Premium- und VIP-Pass erweitern die Belohnungen, der Grundpfad bleibt für alle offen. Damit steht das Bezahlangebot deutlich sichtbarer als bei vielen anderen Titeln.
Der zweite Posten ist Energie in Form blauer Blitze. Sie treibt den Bulldozer und den Terrain-Editor an, also die Werkzeuge zum Umgestalten. Verdienen lässt sie sich über Quests und das Glücksrad, kaufen ebenfalls.
Bemerkenswert bleibt, was Geld hier nicht kann. Die Zuchtleiter lässt sich nicht abkürzen, denn Stufe-fünf-Tiere gibt es in keinem Laden. An dieser Stelle sind zahlende und geduldige Spieler tatsächlich gleichgestellt.
Technik, Optik und Community von Zoo 2: Animal Park
Der Park erscheint in einem dreidimensionalen Setting mit animierten Tieren, das im Test besonders angenehm auffällt. Bedient wird am Rechner mit der Maus, auf Telefon und Tablet mit Wischgesten. Ein Portalkonto verbindet beide Wege zum selben Zoo.
Bei den Arten reicht die Spanne vom Hausschwein über Panda und Tapir bis zu Riesentukan, Giraffe, Zebra und Bison. Jede Art gehört in einen passenden Lebensraum, von der Wiese über den Wald bis zum Gebirge und in den Dschungel.
Sozial läuft vieles über Clubs. Dort startet ihr Wettbewerbe, spendet gemeinsam und schaltet Boni frei, darunter bessere Zuchtchancen für alle Mitglieder. Ein eigener Chat gehört ebenfalls dazu.
Die Wettbewerbe laufen jeweils eine Woche und verlangen Tiere oder Kartenteile einer bestimmten Art. Daneben gibt es die tägliche Freundeshilfe, deren Stand zwei Herzsymbole anzeigen. Sie verraten, wer wem heute schon geholfen hat.
Wem Zoo 2 liegt und wem nicht
Tierfreunde mit Sinn fürs Gestalten sind hier goldrichtig, ebenso alle, die gern über Wochen an einem Gelände feilen. Die Zucht über Generationen hat echten Reiz, und die Regionen halten das Ziel über hundert Stufen wach.
Anstrengend wird es bei Ungeduld. Die ständige Wiederholung der Abläufe bleibt im Test der einzige echte Kritikpunkt an diesem Zoo, und dieser Vorwurf trifft uneingeschränkt zu. Füttern, säubern und bespaßen wiederholen sich täglich.
Familien finden hier eine der harmloseren Adressen. Angegriffen wird niemand, der Ton bleibt freundlich, und die Rahmenhandlung um den geerbten Zoo trägt kindgerecht. Über den Season Pass sollte trotzdem gesprochen werden.
Stärken und Schwächen von Zoo 2: Animal Park
Beim Zuchtsystem und beim Umfang liegt der Titel vorn, bei der Abwechslung im Alltag hinten.
Diese Punkte machen Zoo 2: Animal Park interessant:
Das spricht für Zoo 2: Animal Park:
- Starke Tiere entstehen nur durch Zucht, nicht durch Einkauf
- Erbanlagen bestimmen die Chance auf besondere Farben
- Acht Regionen bis hinauf zur Auffangstation auf Stufe 100
- Kranke Tiere gesundpflegen und auswildern bringt Erfahrungspunkte
- Clubs mit Wettbewerben, Spenden und besseren Zuchtchancen
- Browser und Apps über dasselbe Portalkonto
Das trübt den Spaß:
- Laut Test wiederholen sich viele Abläufe ständig
- Premium- und VIP-Pass erweitern die Belohnungen gegen Geld
- Energie für Bulldozer und Terrain-Editor lässt sich kaufen
- Ein Kauflimit begrenzt fast jeden Einkauf im Laden
- Besondere Zuchtfarben bleiben Glückssache
- Bis zur Auffangstation liegen hundert Stufen Arbeit
Fazit zum Test von „Zoo 2: Animal Park“
Der Alltag dazwischen ist allerdings ein Kreislauf. Füttern, säubern, bespaßen und wieder von vorn, darauf läuft der Alltag hinaus, und genau darin liegt der einzige echte Kritikpunkt an diesem Zoo. Wen das nicht stört und wer Freude an Tieren und langen Zuchtreihen hat, findet hier eines der freundlichsten Aufbauspiele überhaupt. Auf schnelle Erfolge ist der Titel nicht gebaut.
Ein warmherziges Zoospiel mit einer Zuchtleiter, die sich nicht kaufen lässt, und einem Alltag, der sich dafür oft wiederholt.