Tipp Kick – der Fußball für den Tisch!

Das Fußballspiel „Tipp Kick“ passt auf jeden Tisch und ist bestens für zwei Personen geeignet. Dabei müssen die Spieler nicht wie beim normalen Fußball rennen, sondern nur die Finger bewegen. Dies erfordert eine gute Koordination der Finger. Wer in der Disziplin des Tipp Kick Erfolg haben möchte, muss viel Üben. In Gegensatz zum Kicker-Tischfußball sind die Figuren nicht an einer Stange befestigt, welche bewegt werden muss. Ohne Stangen stehen die Spieler auf dem Spielfeld und müssen von Hand einzeln bewegt werden.

Tipp Kick Tischfußball

Eine Fußballsimulation der etwas anderen Art: Tipp Kick. Diese nicht jederman bekannte Variante des Fußball erfreut sich steigender Beliebheit und es ist nur eine Frage der Zeit bis bekannte Webseiten wie spiel-pausen.de, den Fans dieser Sportart Wetten ermöglichen, Wetten auf die Ausgänge der Partien zu platzieren oder es gar E-Sport Turniere dazu mit virtuellen Teams gibt. Alles Wissenswerte rund um das Fußball Tischspiel Tipp Kick zeigen wir nachfolgend auf.

Tipp Kick – Was ist das?

Bei Tipp Kick handelt es sich um eine Fußballsimulation für zwei Personen. Das Spiel besteht aus einer Spielplatte, welches das Spielfeld darstellt, aus zwei Toren inklusive zweier Torhüter, einem zwölfeckigen, zweifarbigen Ball und den Feldspielern. Die Feldspieler lassen sich beliebig auf dem Spielfeld positionieren. Jedoch dürfen sie nicht im Strafraum aufgestellt werden.

Mittlerweile sind ganze Vereine für die Simulation vorhanden. Der Spielbetrieb herzu findet immer auf einer mit Filz bespannten Platte statt. Diese ist im Maßstab 1:100 identisch zu einem realen Fußballfeld. Die Spielfiguren können im Gegensatz zum beliebten Kicker-Tischfußball auf dem Spielfeld frei bewegt werden.

Ein Schuss erfolgt durch das Antippen des Knopfes auf dem Kopf der Spielfigur. Das Antippen führt zu einer Beinbewegung, wodurch der Ball gekickt wird. Der zwölfeckige Ball besteht aus zwei unterschiedlichen und gleich großen Farbhälften in Schwarz-Weiß. In seltenen Fällen kann der Ball Gelb-Rot gestaltet sein.

Die Historie von Tipp Kick

Das Spiel wurde bereits im Jahr 1921 von seinem Erfinder Carl Mayer zum Patent angemeldet. Die Lizenz erwarb im Jahre 1924 der Schwenninger Exportkaufmann Edwin Mieg. Dieser entwickelte Tipp Kick zu einem marktgerechten Artikel. Zwischen den Jahren 1924 und 1938 wurde das Spiel zu einem echten Verkaufsschlager. Die gegründete Firma von Mieg übernahmen nach seinem Tod seine beiden Söhne. Heute sind die Enkel von Mieg, Jochen und Mathias Mieg, die Firmeninhaber des bis dato geführten Familienunternehmens. Einen erneuten Boom erfuhr Tipp Kick nach dem WM-Titel-Gewinn im Jahr 1954. In Anspielung auf den Weltmeister erhielt der Torwart den Namen „Toni“ (abgeleitet von Toni Turek).

TippKickIm Laufe der Jahre wurden aus den ursprünglichen Blechfiguren präzise gefertigte Kicker. Eines blieb stetig gleich: Das Spielprinzip. Dafür tragen die Vereine ihre Turniere auf eigens dafür entwickelte Turniertischen aus. Alle zwei Jahre finden seit 1959 Deutsche Meisterschaften statt. Seit 1974 sogar jährlich. Die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft ist offen. Bereits sieben Mal wurde Normann Koch (Concordia Lübeck) Deutscher Einzelmeister.

Mittlerweile wird Tipp Kick sogar in Ligen gespielt, wie beim Fußball. Auch hier stellt die Bundesliga die höchste Liga dar. Darunter befindet sich die zweite Bundesliga, gefolgt von den Regional- und Verbandsligen. In den Pokalrunden treffen Mannschaften aus allen Ecken Deutschlands im K. O. System aufeinander. Eine Mannschaft besteht dabei aus vier Spielern. Der Rekordmeister mit insgesamt 12 Titeln stellt Concordia Lübeck mit Normann Koch, Sebastian Winckelmann, Dirk Kallies und Oliver Schnell. Nice to Know: Für die Frauen Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2011 wurden erstmals weibliche Spielfiguren für Tipp Kick hergestellt.

Das Spiel Tipp Kick

Wie beim Fußball müssen sich die Spieler beim Tipp Kick an bestimmten Regeln und einem vorgeschriebenen Spielverlauf halten.

Die Spielregeln

Das zu bespielende Feld beträgt 106 cm x 70 cm. Eingesetzt werden dürfen von jedem Spieler bis zu vier beliebige Feldspieler. Jedoch ist immer nur ein Feldspieler pro Mannschaft zur gleichen Zeit erlauft. Diese dürfen auch zur Verteidigung eingesetzt werden.

Tipp Kick SpielregelnIn der Halbzeit werden sowohl die Seiten als auch die Farben der Spieler gewechselt. Pro Match befindet sich nur ein Ball auf dem Spielfeld. Den Ball darf derjenige Feldspieler kicken, dessen Farbe oben zu liegen kommt. Aus diesem Grunde besteht der Ball aus zwei verschiedenen Farben.

Innerhalb des Strafraumes darf der Torwart den Ball unabhängig von der Ballfarbe den Ball spielen. Gewonnen hat der Spieler, welcher am meisten Tore während der Spielzeit von zwei mal fünf Minuten erzielt. Die Verlängerung besteht aus zwei mal zwei Minuten. Tore können aus jeder beliebigen Stelle auf dem Spielfeld erzielt werden. Ausnahmen bilden An- und Abstoß sowie Einstöße.

Die Feldspieler können während der Schussmöglichkeit des Gegners als Abwehrspieler eingesetzt werden. Jedoch dürfen sich die Abwehrspieler maximal bis zur eigenen Strafraumbegrenzung stellen, sowie mindestens zwei Spiellängen Abstand zum zweifarbigen Ball einhalten.

Die richtige Technik

Tipp Kick Spieler entwickeln zunehmend ein Gefühl für das Schießen des Balles. Hierbei kommt es auf die Stärke des Antippens an. Diese muss in Verbindung mit der Winkelstellung des Fußes und dem Abstand zum Ball im Einklang gebracht werden. Maßgebend für den Erfolg ist zudem die Fußbeschaffenheit. Mit einer Feile lässt sich der Schussfuß entsprechend der Vorliebe des Spielers bearbeiten. Damit lässt sich die Flugbahn des Balles beeinflussen und erschwert die Ballabwehr enorm. In solchen Fällen wird das Schussbein durch spezielle Maßanfertigungen aus Edelstahl ersetzt, um mehr Vorteile während des Spieles zu erhaschen.

Fazit zum Tischfußball Variante Tipp Kick

Tipp Kick bereitet nicht nur Freude und Spaß für Groß und Klein, sondern kann einen kompletten Wettbewerb hervorrufen. Eines ist jedoch sicher: Um beim Tipp Kick erfolgreich zu sein, bedarf es einiges an Übung. Der Simulationssport sieht von außen betrachtet einfach aus, ist jedoch gar nicht so leicht. Es kommt wie beim richtigen Fußball auf die Taktik an. Die Regeln ähneln dem des großen Bruders. So ist eine Abwehr erlaubt, es erfolgt ein An- und Abstoß, sowie Freistoß, Einstoß und Eckstoß und es ist sogar ein Strafstoß möglich. Tipp Kick kann aus diesem Grunde mehr als nur ein einfaches Spiel werden. Vor allem dann, wenn man einem Verein beitritt und an den Meisterschaften teilnimmt.