1. Cheftrainerin der Bundesliga: Marie-Louise Eta übernimmt Union Berlin

Der sportliche Erfolg des 1. FC Union Berlins ließ in den letzten Wochen und Monaten zu wünschen übrig. Nach der Niederlage beim Tabellenschlusslicht Heidenheim hat man die Notbremse gezogen und Trainer Steffen Baumgart entlassen. Eine Seltenheit sind Trainerentlassungen in der Bundesliga nicht. Tatsächlich ist es bereits, wenn Interimstrainer mitgezählt werden, die 14. Entlassung dieser Spielzeit. Die Besonderheit dieser Entlassung besteht in der Nachfolge von Baumgart.

Erste Cheftrainerin der Bundesliga: Marie-Louise Eta übernimmt Union Berlin

Diese wird nämlich von Marie-Louise Eta angetreten, die damit die erste Cheftrainerin der 1. Bundesliga wird. Zunächst ist ihr Engagement als Interimstrainerin angelegt. Fünf Spieltage stehen noch bis zum Ende der Saison aus. Sportlich ist es auf jeden Fall eine gute Entscheidung, da Eta mit viel Erfahrung daherkommt. Mehr zu dieser Verpflichtung gibt es in diesem Artikel zu erfahren.

Marie-Louise Eta wird Trainerin bei Union Berlin

Natürlich sorgt diese Nachricht für Schlagzeilen und das auch aus gutem Grund. Marie-Louise Eta wird die erste Cheftrainerin in der 1. Bundesliga und schreibt damit Geschichte. Das kann auf jeden Fall als Besonderheit gelten, womit es dann auch wirklich ums Sportliche gehen kann. Natürlich gibt es noch einige Menschen, die mit dieser Entscheidung nicht zufrieden sind und Probleme aufgrund des Geschlechts sehen. Wer ewiggestrig auf das Thema blickt, verpasst allerdings die Normalität, die dahintersteckt. Eta ist eine hochprofessionelle Fachfrau für Fußball, die auf den letzten Metern der Saison für neuen Schwung im Team sorgen soll.

In der Nacht zum 12. April wurde Steffen Baumgart entlassen und Eta wurde schon kurz darauf als neue Interimstrainerin bekanntgegeben. Zuvor hatte sie bereits die U19 der Berliner trainiert, war aber auch schon vor zwei Jahren Co-Trainerin der Berliner. Insofern ist die Situation für Eta alles andere als neu und im Verein ist sie bekannt und beliebt. Als Spielerin hat Eta auf höchstem Niveau für Turbine Potsdam gespielt und gewann dreimal die deutsche Meisterschaft sowie einmal die Champions League. In der Jugend von Werder Bremen begann sie dann ihre Trainerkarriere. Ihre Pro-Lizenz erhielt sie 2023 – als einzige Frau des Jahrgangs. Seit 2023 ist sie bei Union Berlin.

Die bisherige Saison von Union

Die bisherige Saison von UnionEta gilt als eine exzellente Fachfrau, die klar und durchsetzungsstark kommunizieren kann. Das sind Qualitäten, die die Eisernen derzeit gut gebrauchen können. Das Team liegt zwar auf Platz 11 der Tabelle und befindet sich nicht unmittelbar im Abstiegskampf, doch die Leistungen in den letzten Monaten ließen zu wünschen übrig.

In den letzten 14 Partien gab es nur zwei Siege. Zuletzt verlor man auswärts in Heidenheim und musste sich zuvor mit einem Punkt zu Hause gegen St. Pauli zufriedengeben. Am Samstag wird es gegen den VfL Wolfsburg gehen, der aktuell gegen den Abstieg anspielt. Eine gute Gelegenheit, den ersten Sieg unter der neuen Trainerin zu holen. Auch im DFB Pokal lief es nicht rund und schied im Dezember gegen die Bayern aus, somit waren sie bei der aktuellen Auslosung gar nicht erst vertreten.

Fazit zur ersten Bundesliga Cheftrainerin

Fazit zur ersten Bundesliga CheftrainerinEs wäre überraschend, wenn die Übernahme des Cheftrainer-Postens von einer Frau nicht für die ein oder andere Schlagzeile sorgen würde. Und neben sehr vielen positiven Kommentaren dazu gibt es natürlich auch einige Menschen, die damit nicht zufrieden sind. Letztendlich ist das aber bei Trainerverkündungen normal. Ein Teil der Wahrheit wird sich wieder auf dem Platz zeigen. Gegen Wolfsburg wird Marie-Louise Eta das erste Mal an der Seitenlinie als Cheftrainerin von Union Berlin agieren. Ein Heimsieg soll her. Eta ist eine Frau vom Fach, die als Spielerin sehr erfolgreich war und auch in der U19 von Union Berlin sehr gute Arbeit geleistet hat.