Hastedter TSV Handball und Fussball

Es geht hoch in den Norden. Genau genommen in die Stadt Bremen bzw. dem Ortsteil Hastedt, der im Stadtteil Hemelingen zu finden ist. Dort ist bzw. war der Hastedter TSV ansässig – ein Sportverein mit einer sehr langen Tradition, der allerdings 2018 die Insolvenz anmelden musste. Das ist natürlich sehr schade, jedoch konnte zu Beginn des Insolvenzverfahrens zunächst der Betrieb der dort ausgetragenen Sportarten noch fortgesetzt werden. Zum Ende des Jahres dann traten alle Mitglieder aus dem Verein aus, sodass der Hastedter TSV tatsächlich nur noch ein Relikt der Vergangenheit ist. Aber es gibt natürlich noch Überbleibsel, wozu unter anderem auch die Halle gehört, die am Jakobsweg zu finden ist. Die wurde letztendlich vom Bremer SC übernommen. Somit kann auch weiterhin Sport in der Halle ausgetragen werden. Sportler des Hastedter TSV sind schließlich bei anderen Vereinen untergekommen.

Historie des Hastedter TSV

In Hastedt wurde schon sehr früh Sport getrieben. Im Zuge der Beliebtheit des Turnens im 19. Jahrhundert wurde auch in Hastedt ein Sportverein gegründet. Das geschah am 22. August 1861, was es umso bitterer macht, dass nach so langer Zeit – immerhin über 150 Jahre – der Verein aufgelöst worden ist. Damals wurde der Club als Männerturnverein Hastedt gegründet. Rund vierzig Jahre später sollte es eine erste Namensänderung geben. Ab 1902 hieß der Verein Hastedter MTV.

Änderungen sollte es immer wieder geben, unter anderem die Aufnahme von Frauen ab 1903. Einige Jahre zuvor gründete sich im Ort auch noch der Arbeiterturnverein Hastedt. Das passierte am 1. Juli 1897. Ab 1905 wurde er TV Vorwärts Hastedt genannt und nahm ebenfalls Frauen mit auf. Nach dem Verbot von 1933 ging es nach dem Krieg als TSV Vorwärts Hastedt weiter. 1947 schlossen sich beide Vereine zum Hastedter TSV zusammen. Mit diesem Namen bestand der Verein bis Ende 2018, als die Insolvenz angemeldet worden ist.


Screenshot der Homepage vom Hastedter TSV, aufgenommen am 20.03.2016

Bildquelle: Screenshot der Homepage vom Hastedter TSV (www.hastedter-tsv.de), aufgenommen am 20.03.2016

Sportarten beim Hastedter TSV

Angefangen hat es, wie in vielen Teilen von Deutschland damals, mit Turnen im 19. Jahrhundert. Zu Anfang war der Verein bzw. die Vereine also reine Turnvereine, doch kamen mit der Zeit auch weitere Sportarten hinzu. Am Ende waren es interessanterweise vier Sportarten, für die der Verein besonders bekannt gewesen ist. Turnen allerdings gehörte nicht mit dazu. Ganz vorne ist der Handball zu nennen. Besonders die Mannschaft der Frauen, die sogar für sechs Jahre in der 2. Bundesliga von Deutschland aktiv sein konnte. 1992 gelang sogar der Gewinn der Vize-Meisterschaft. An diese Erfolge von damals sollten die Handball Teams später nicht mehr anknüpfen können.

Auch Fußball hat viele Jahrzehnte eine enorm wichtige Rolle beim Hastedter TSV gespielt. Eine wichtige Rolle spielte der Verein bei der Gründung der Landesliga Bremen im Jahr 1947, da die erste Mannschaft zu den Gründungsmitgliedern gehörte. Große Erfolge konnten nie gefeiert werden, es gab auch immer wieder Abstiege. Das führte irgendwann auch dazu, das später eine Fusion mit einem anderen Verein erfolgte. Fortan spielten die Fußballer vom Hastedter TSV zusammen mit denen vom Post SV Bremen. Der Verein BSC Hastedt, wie er seit der Fusion heißt, ist auch heute noch in der Bremen-Liga aktiv.

Neben Turnen, Handball und Fußball gab es auch noch andere Sportarten, die beim Hastedter TSV ausgeführt worden sind. Das war unter anderem Hockey. Erfolge der Damen waren unter anderem das zweimalige Erreichen der Deutschen Hallenhockey Meisterschafts Endrunde. Darüber hinaus gab es auch eine Eishockey Abteilung, die von 1965 bis 1978 – also über zehn Jahre – in der Regionalliga aktiv gewesen ist. Heute existiert der Verein nicht mehr. Zahlreiche Sportler haben aber bei anderen Vereinen eine neue Heimat finden können. Unter anderem auch beim HC Bremen. Entsprechend müssen an Sport interessierte Leute nicht auf sportliche Aktivitäten in der Gegend verzichten. Angebote in der Region gibt es noch genügend.